Qualitätsprädikat: Familienbewusste Kommune Plus

Aktualisiert: 6. März

Was dahinter steckt und was hier wie bewertet wird, erklärt dieser Artikel:


Hintergrund:

Die Stadt Baden-Baden hat am 08.10.2019 den Antrag auf Verleihung des Qualitätsprädikats „Familienbewusste Kommune Plus“ gestellt und verwendet dieses seit dem 01. Juni 2020 führt die Stadt Baden-Baden als Auszeichnung für ihre Arbeit.

Der Qualitätskatalog, anhand dessen die Bewertung statt findet, stellt die bisherigen Ziele und Maßnahmen im Sinne der grundsätzlichen Bedürfnisse von Familien in 11 Handlungsfeldern dar.

Um das Prädikat zu erhalten sind mindestens 65% der möglichen Punkte notwendig.

Für den IST-Standard sind max. 502 Punkte erreichbar. für die Perspektive max. 180 Punkte.


Der Ergebnisbericht ist auf der Seite der Stadt Baden-Baden. Die darin erwähnten Anhänge erhielten wir erst auf Nachfrage beim Fachgebiet Sozialplanung und Integration.

Auf der Seite findet sich eine "Familienumfrage".

Aus dem Bericht geht jedoch nicht hervor, wie viele Baden-Badener Familien an der Umfrage teilgenommen haben, also ob die Erhebung aussagekräftig ist oder überhaupt in den vorliegenden Bericht einfließt.


Was im Bericht erwähnt wird, sind die Personen, die an den Interviews der Prüfer beteiligt waren. Seitens der Stadtverwaltung waren das Frau Iska Dürr (Fachbereichsleiterin Bildung und Soziales), Herrn Steffen Miller (Fachgebietsleiter Fachgebiet Kindertagesbetreuung und Jugendförderung), Herrn Christoph Rukavina-Gruner (Stellv. Fachgebietsleiter), Frau Marianne Müller (dto. Fachgebiet) und Herrn Martin Lautenschlager (Wirtschaftsförderung).

Als externe Experten werden Herrn Francois Dugimont (Personaldirektor des Biologischen Heilmittel-Unternehmens HEEL, gleichzeitig Mitglied des Expertenbeirates unserer Landesarbeitsgemeinschaft) sowie Herrn Frank Herzberger (Caritasverband Baden-Baden e.V.) benannt.


Den dahinter stehenden Fragenkatalog (ab Seite 23) findet man online.

Aus diesem wird deutlich, dass es sich hier lediglich um eine Selbsteinschätzung handelt, die Verantwortlichen sich also mit dem Ziel das Qualitätsprädikat zu erhalten, selbst bewerten.

Das Prädikat gibt also vielmehr einen Eindruck darüber wie die Stadtverwaltung die eigene Arbeit bewertet, als dass es Auskunft darüber gibt, wie familienbewusst, oder gar familienfreundlich die Stadt Baden-Baden tatsächlich ist und von den Einwohner der Stadt gesehen wird.














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